Bilanz 2024: So viele Stammkund*innen wie noch nie halten den Wiener Öffis die Treue

Knapp 1,3 Millionen Stammkund*innen sind ein neuer Höchstwert. Auch die Fahrgastzahlen stiegen im Vorjahr deutlich. Für die Wiener Linien sind diese Zahlen ein Ansporn für die Zukunft: Insgesamt investieren wir heuer 909 Millionen Euro in den Ausbau und in die Modernisierung der Öffis.

Weit mehr Menschen besitzen Öffi-Dauerticket als eigenen PKW

Die Wiener Linien treiben die Mobilitätswende in der Stadt weiter unermüdlich voran. Das belohnen unsere Kund*innen mit ihrer Treue: Rund 1,3 Millionen Menschen sind bereits Öffi-Stammkund*innen. Der Großteil von ihnen sind Besitzer*innen von Jahreskarten, gefolgt von Klimatickets, Top-/Jugendtickets oder Semesterkarten. Damit gibt es in Wien weit mehr Menschen mit einer Jahreskarte oder einem anderen Dauerticket als eigenem PKW. 

Auch die Fahrgastzahlen sind weiter stark gestiegen. 2024 konnten die Wiener Linien 873 Millionen Fahrgäste begrüßen, das sind fast 2,4 Millionen Fahrgäste pro Tag. Gegenüber 2023 ist das ein Plus von 6,8 Prozent. Hinweis: Nach einem Systemfehler wurden die Zahlen für 2023 neu berechnet und auf 817 Millionen Fahrgäste aktualisiert. 

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Zahl der Öffistammkundinnen von 2012 bis 2024
Zahl Öffi-Stammkund*innen 2012 bis 2024
Die Zahl der Öffi-Stammkund*innen ist seit 2012 von 768.000 auf 1,3 Millionen (2024) gestiegen.
Grafik mit Vergleich Anzahl der Stammkundinnen 2023 und 2024
Zahl Stammkund*innen 2023 und 2024
2024 besaßen 1,3 Millionen Menschen in Wien ein Dauerticket für die Öffis. Davon: 1,1 Millionen Jahreskarten (inklusive KlimaTickets), 176.000 Top-/Jugendtickets, 62.000 Semesterkarten
Grafik Vergleich Stammkundinnen und PKW-Bestand 2024
Weit mehr Öffi-Stammkund*innen als Autobesitzer*innen
2024 besaßen 1,3 Millionen Menschen ein Dauerticket für die Öffis, aber nur 736.000 ein eigenes Auto.

Menschen in Wien legen ein Drittel ihrer Wege mit Öffis zurück - Anteil des Autoverkehrs nimmt ab

Das Plus an Fahrgästen hat auch Auswirkungen auf den kürzlich präsentierten Modal Split, der das Mobilitätsverhalten der Menschen in Wien misst. Demnach werden 34 Prozent der Wege mit den Öffis zurückgelegt, ein Plus von 2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig sank der Anteil des Autoverkehrs erstmals auf 25 Prozent. 

Die Grafik zeigt den Modal Split 2024 im Vergleich zu 2023
Modal Split 2024 im Vergleich zu 2023

Im Vergleich zu 2023 ist der Anteil der Öffis am Modal Split von 32% auf 34% gestiegen, der Anteil des Radfahrens stieg von 10% auf 11%. Der Anteil des Zu-Fuß-Gehens sank von 32% auf 30%, der des motorisierten Individualverkehrs von 26% auf 25%.

Starkes Team Wiener Linien

Alexandra Reinagl bei der Pressekonferenz zur Bilanz 2024
Alexandra Reinagl präsentiert die Bilanz 2024

Möglich gemacht wird das alles von unseren 9.700 Mitarbeiter*innen, die rund um die Uhr das Öffi-Netz am Laufen halten und sich auch von Widrigkeiten nicht aus der Spur bringen lassen. So waren die Wiener Linien im September 2024 nur drei Tage nach einem Jahrtausend-Hochwasser wieder auf allen Linien für unsere Kund*innen da.

Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien: "Die Wiener Linien bieten dank des engagierten Einsatzes ihrer Mitarbeiter*innen Tag für Tag ein Öffi-Netz von Weltklasse zu fairen Preisen. Die Zunahme bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gegenüber den Vorjahren verdeutlicht einmal mehr, dass die Öffis das Rückgrat der klimafreundlichen Mobilität in der Stadt sind. Und damit das so bleibt, investieren wir auch weiterhin intensiv in den Ausbau und Erhalt der Öffi-Infrastruktur."

Personaloffensive wirkt

Um die hohe Qualität des Öffi-Angebots zu halten, investieren die Wiener Linien nicht nur in die Infrastruktur, sondern auch in die Ausbildung ihrer Mitarbeiter*innen. 2024 haben die Wiener Linien 337 Straßenbahnfahrer*innen, 105 U-Bahn-Fahrer*innen und 199 Buslenker*innen neu ausgebildet. Dazu kommen insgesamt 309 Lehrlinge in zehn Lehrberufen. Auch in den nächsten Jahren wird das Unternehmen viele neue Mitarbeiter*innen aufnehmen, um die "Babyboomer", von denen viele demnächst in Pension gehen, adäquat nachzubesetzen. Daher haben die Wiener Linien unter anderem vor kurzem ein neues Schulungszentrum für angehende Straßenbahnfahrer*innen eröffnet und laden regelmäßig zu innovativen Recruiting-Events. 

Modernisierungen & Zukunftsprojekte 

2024 haben die Wiener Linien ihre Modernisierungsoffensive mit Fokus auf Gleiserneuerung ("Netz erst recht!") gestartet. 2024 haben wir 8,6 Kilometer Gleise und 53 Weichen erneuert. Insgesamt haben die Wiener Linien vergangenes Jahr 100 Baustellen abgewickelt. Die Verbesserungen für unsere Fahrgäste sind insbesondere bei Großprojekten wie der Gleiserneuerung in der Wiedner Hauptstraße und in der Universitätsstraße deutlich spürbar. 

2025 setzen die Wiener Linien gleich mehrere Meilensteine für eine klimafreundliche Zukunft.

  • 2025 investieren die Wiener Linien 909 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Öffi-Netzes, in die Anschaffung neuer, moderner Fahrzeuge und in die Umsetzung zahlreicher Mobilitätsprojekte.  
  • Im Sommer werden erstmals Wasserstoffbusse in den Linienbetrieb starten. Zehn neue Busse werden auf der Linie 39A eingesetzt, in der Innenstadt starten im Sommer Batterie-Wasserstoff-Busse auf den Linien 2A und 3A.   
  • Ab Herbst 2025 wird die neue Straßenbahnlinie 12 vier Wiener Bezirke (2., 8., 9., 20.,) miteinander verbinden und rund 250.000 Anrainer*innen noch mehr Flexibilität bieten. Ebenfalls ab Herbst wird die neue Linie 27 die Donaustadt und Floridsdorf verbinden. Für die Verlängerung der Linie 18 bis zur U2-Station Stadion starten die Bauarbeiten Mitte 2025. Auch das bestehende Netz wird weiter modernisiert. 
  • 2024 und 2025 investieren die Wiener Linien insgesamt 76 Millionen Euro in die Modernisierung von 20 Kilometern Gleisen und 100 neuen Weichen. 

Auch der Öffi-Ausbau U2xU5 geht voran: 2025 gräbt sich unsere Tunnelvortriebsmaschine "Debohra" weiter bis zur künftigen U2xU3-Station Neubaugasse und danach bis zu ihrem Ziel am Augustinplatz. In der U5-Station Frankhplatz wird der Innenausbau weiter vorangetrieben. Die Arbeiten liegen aktuell im Zeitplan, ab 2026 soll dann die U5 erstmals von Frankhplatz bis Karlsplatz unterwegs sein.  

Highlight: TRAM-WM

Das Highlight des heurigen Jahres ist zweifellos die Straßenbahn-Weltmeisterschaft am 13. September. An dem Tag wird Wien zur Öffi-Welthauptstadt: Straßenbahn-Fahrer*innen aus aller Welt zeigen bei der ersten TRAM-WM, dass der öffentliche Verkehr uns nicht nur von A nach B bringt, sondern die Menschen weltweit verbindet. Gemeinsam mit allen Öffi-Fans und den internationalen Gästen feiern die Wiener Linien am Rathausplatz ein Fest für Fairness, Teamgeist und Tram-Begeisterung.  

Online seit: 03. April 2025

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